Warum eine Preisfrage beim Erzählen sinnvoll ist
Wer lernt, kurze Geschichten für berufliche Anlässe zu entwickeln, fragt sich früh, was das kosten darf. Diese Frage ist berechtigt, und ich beantworte sie lieber offen, als sie zu umgehen. In diesen Herbstwochen melden sich viele Berufstätige, die vor Jahresgesprächen, Präsentationen oder Teamrunden ihre Aussagen anschaulicher machen möchten.
Storytelling wirkt auf den ersten Blick wie ein leichtes Thema. Tatsächlich besteht die Arbeit aus vielen kleinen Schritten: eine Begebenheit auswählen, auf das Wesentliche kürzen, einen Anfang und ein Ende finden und das Ganze laut erproben. Genau diese Schritte bestimmen, wie viel Zeit ich mit Ihnen verbringe und damit, was ein Angebot kostet.
Dieser Text ordnet ein, woraus sich der Preis zusammensetzt. Er nennt keine Pauschalen, die für jeden gelten, sondern zeigt, welche Stellschrauben es gibt, damit Sie vergleichen und entscheiden können.
Der größte Posten: Zeit mit persönlichem Feedback
Am stärksten wirkt sich aus, wie viel Aufmerksamkeit Sie pro Übung erhalten. Eine Geschichte lässt sich nicht aus einem Handout lernen. Sie erzählen, ich höre zu, wir halten fest, was trägt und was die Zuhörenden verlieren würde. Dieses Gespräch kostet echte Zeit, und sie lässt sich nicht beliebig verdichten.
In einer Gruppe teilen sich mehrere Teilnehmende diese Zeit. Je kleiner die Gruppe, desto mehr Minuten bleiben für Ihren eigenen Text. Wenn ein Angebot sehr günstig ist, lohnt der Blick, wie oft Sie dort tatsächlich selbst sprechen und eine Rückmeldung bekommen.
Ich rate, vor der Anmeldung zu klären, wie viele Durchgänge pro Person vorgesehen sind. Ein Kurs, in dem Sie nur zuhören, kostet weniger, bringt aber selten den ruhigen Auftritt, den Sie sich wünschen.
- Anzahl der eigenen Erzähldurchgänge pro Sitzung
- Dauer und Tiefe der Rückmeldung nach jedem Durchgang
- Größe der Gruppe bei Live-Sitzungen
Gruppe oder Einzelberatung: zwei Wege im Vergleich
Ein Gruppenkurs ist günstiger pro Person, weil sich die Vorbereitung und die Moderation verteilen. Dafür gelten feste Termine, und das Tempo richtet sich nach allen. Viele lernen dabei auch viel durch das Zuhören bei anderen, denn man erkennt an fremden Geschichten schnell, was funktioniert.
Eine Einzelberatung kostet pro Stunde mehr, weil sie ausschließlich Ihrem Anliegen gehört. Sie eignet sich, wenn Sie einen konkreten Anlass haben, etwa eine Ansprache, ein Bewerbungsgespräch oder eine Vorstellung vor einem neuen Team, und Ihre Geschichte gezielt dafür schärfen wollen.
Beide Wege führen zum gleichen Ziel, einer verständlichen, kurzen Erzählung. Welcher passt, hängt weniger vom Budget ab als davon, ob Sie lieber im Austausch oder ganz persönlich arbeiten. Die konkreten Preise finden Sie auf der Seite zu den Angeboten.
Vorbereitung, Material und Nachbereitung
Ein Teil des Aufwands bleibt im Hintergrund unsichtbar. Ich lese vorab, was Sie mitbringen, überlege passende Übungen und halte nach einer Sitzung fest, woran Sie weiterarbeiten können. Wer eigene Beispiele aus dem Berufsalltag einbringt, erhält Anregungen, die genau auf diese Situation zugeschnitten sind.
Auch Videoaufnahmen zur Selbstbeobachtung gehören dazu. Sie sehen sich selbst erzählen und erkennen, wo Sie zu schnell werden oder eine Pointe verschenken. Das Sichten und Besprechen dieser Aufnahmen braucht Zeit, ist aber oft der Moment, in dem etwas klar wird.
Je mehr Begleitung zwischen den Terminen vorgesehen ist, desto höher liegt der Preis. Fragen Sie danach, was vor und nach den Sitzungen enthalten ist und was nicht.
- Sichtung mitgebrachter Beispiele vor dem Termin
- Videoaufnahme und gemeinsame Auswertung
- Kurze schriftliche Hinweise zur Weiterarbeit
Was den Preis nicht ausmacht
Ein höherer Preis heißt nicht automatisch ein besseres Ergebnis. Entscheidend ist, ob der Umfang zu Ihrem Anliegen passt. Wer nur eine kurze Geschichte für ein Vorstellungsgespräch braucht, benötigt kein langes Programm. Wer dauerhaft sicherer erzählen möchte, profitiert von mehreren Terminen mit Zeit zum Üben dazwischen.
Auch wiederholt sich nichts in unserer Arbeit, das Sie schon aus Ratgebern kennen. Wir arbeiten an Ihren eigenen Erlebnissen, nicht an fertigen Vorlagen. Das ist ein Unterschied, der sich im Preis kaum zeigt, im Ergebnis aber deutlich.
Versprechen auf einen bestimmten Erfolg gebe ich nicht. Ich kann zusagen, dass Sie nach der Arbeit eine Geschichte haben, die Sie gern erzählen und die Ihre Aussage stützt.
So gehen Sie bei der Entscheidung vor
Beginnen Sie mit Ihrem Anlass. Nennen Sie, wofür Sie erzählen möchten und bis wann. Daraus ergibt sich, ob ein Gruppenkurs oder eine Einzelberatung sinnvoller ist und wie viele Termine Sie brauchen. Schreiben Sie uns dazu über das Kontaktformular, wir antworten schriftlich und ohne Druck.
Danach folgen eine schriftliche Bestätigung und eine Rechnung, die Sie per Überweisung begleichen. Stornierung und Erstattung richten sich nach den Regeln zur Zahlung und Erstattung, die Sie vorab einsehen können.
Nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie zusagen. Ein klarer Rahmen und ein nachvollziehbarer Preis sind die beste Grundlage, um in Ruhe zu üben.
Der Preis für Storytelling-Training setzt sich vor allem aus Feedback-Zeit, Gruppengröße, Vorbereitung und der Begleitung zwischen den Terminen zusammen. Vergleichen Sie Angebote anhand dieser Punkte statt nur nach der Summe. Wenn Sie Ihren Anlass schildern, schlage ich Ihnen einen passenden Umfang vor, schriftlich und ohne Verpflichtung, damit Sie in Ruhe entscheiden können.



